Emanzipation

Emanzipation ist der Übergang eines Sklaven aus der Unterdrückung durch einen anderen in die Unterdrückung durch sich selbst.

― Ambrose Gwinnett Bierce

Ja, die christliche* Konditionierung steckt uns längst so tief im Mark, daß wir die Fremdsteuerung als solche fast gar nicht bemerken. Wir müssen schon sehr bewußt sein, um sie in ihrer Wirkung (daß wir annähernd wie ein pawlowscher Hund funktionieren) wahrnehmen zu können.

Emanzipation (Selbstmündigung) ist keine Frage irgend eines Geschlechts.

Es geht um die Verabschiedung jedweder unbewußt funktionierender Fremdbestimmung; es geht um die Freiheit, auch geistig auf eigenen Füßen zu stehen und es geht um den aufrechten Gang (ohne jede „Schuld“ !). 

Eine Emanzipation, die nicht die unbewußten
(Re-)Aktionsmechanismen erkennt, ist keine.

Erst, wenn wir die längst internalisierte Fremdbestimmung bei uns selbst erkennen können, sind wir in die Lage versetzt, in Distanz zu ihr zu gehen, um – nun weitgehend ungebunden – zu entscheiden. Erst dann sind wir frei. Mögliche Folge: Harmonie mit uns selbst und unserer Umgebung.

Voraussetzung für die Emanzipation ist die radikale, also ungebremste Bestandsaufnahme unserer inneren Unfreiheiten (Konditionierung).

Emanzipation = ist das entschlossene Entschlüpfen aus dem Kokon lang andauernder Unmündigkeit. Sie ist einerseits die Rücknahme der Erlaubnis-Freigabe zur Fremd-Bestimmung durch andere und andererseits die mutige Aufnahme der freien Selbstbestimmung. Emanzipation kennt vielleicht einen Anfang, aber kein Ende.

Emanzipation ist nichts, daß uns jemand von Außen geben könnte, sondern eine Entschiedenheit, die dem inneren Impuls folgt. Sie beginnt mit der Beobachtung aller Entscheidungen: Warum genau habe ich so entschieden? Was möchte ich wirklich? Denn nur echte, wirklich eigene Entscheidungen… sind souveräne Entscheidungen. Zweitens die Beobachtung aller Bewertungen: Warum genau habe ich etwas gerade so und nicht anders bewertet?

Emanzipiertheit, oder das emanzipiert-sein korreliert bezüglich der Geistigen Reife mit der Erwachsenen-Ebene (4).

Viel Erfolg beim Aufstöbern!

Freiheit  📌

Anpassung  📌
Geistige Reife  📌

*) Dasselbe gilt selbstverständlich in gleicher Weise auch für andersartige Konditionierungen.

.

Emanzipation & Souveränität

Emanzipation ist keine
Sache des Geschlechts!

Emanzipation ist das bewußte Eintauschen der Erlaubnis zur Fremd-Bestimmung (2) gegen den mutigen (3) Schritt in die Selbstbestimmung.

Emanzipation = ist das entschlossene Entschlüpfen aus dem Kokon lang andauernder Unmündigkeit.

Emanzipation ist nichts, was uns von Außen gegeben, gar geschenkt werden könnte, sondern eine Entschiedenheit, die einem inneren Impuls folgt.

Emanzipiertheit, das Emanzipiertsein korreliert mit der ErwachsenenReife (4).

Emanzipation ist ein temporäres Ereignis;
nur ein Schritt auf dem Weg der Freiheit.

Die „Emanzipation“ beginnt, wenn wir bereit sind… den Opferstatus zu verlassen.

Emanzipation kann nur individuell und von innen her geschehen,
sie kann nicht von Außen gegeben, gefordert oder gepuscht werden.

 

Souveränität

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. . . ein Ausdruck weiblicher Souveränität.

Wer sich bei Dritten beklagt,
ohne die mögliche Verantwortung für
die Situation zu übernehmen, ist nicht souverän.

Feminine Souveränität und Feminismus vertragen sich nicht.

Der Feminismus ist nicht (!)
identisch mit Souveränität.

Der Feminismus (basierend auf männlicher Energie) zeigt sich vorwiegend in vorwurfsvollem Klagen von unten nach oben. Er beklagt sich über die (fehlende) männliche Intelligenz – ohne die weibliche zu nutzen. Er ist eine Art Stellungskrieg.

Einem feministischen Club beizutreten zeigt die Bereitschaft, eine Einengung gegen eine andere austauschen zu wollen. 

Die Aktivistin Emma Goldman* (1869-1940) soll damals zu ihren feministischen Mitstreiterinnen gesagt haben:

Wenn ich nicht tanzen kann, bin
ich nicht  Teil  eurer Revolution.

Emanzipiertsein ist Ausdruck der Freiheit
von jeglicher, auch von geistiger Gängelei.

Das EmanzipiertSein der Frau zeigt sich nicht im Sich-beklagen
über den Mann, sondern in der Art, wie sie ihn zu nehmen weiß.

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Emanzipation ist gegeben, wenn Dominanz
und Unterwerfung keine Themen mehr sind.

Wir, die Gesellschaft, sind dafür verantwortlich – insbesondere über die Bildungs-Einrichtungen – die jungen Menschen freundlich dabei zu unterstützen, körperlich, geistig und schließlich auch im Ausdruck… bestmöglich in die Souveränität zu wachsen.

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*) Emma Goldman: „US-amerikanische Anarchistin, Friedensaktivistin, Antimilitaristin, Atheistin und feministische Theoretikerin.“

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