Bewegung

Jede Bewegung verläuft in der Zeit und hat ein Ziel.

Aristoteles

1. Ja – doch etwas genauer: Die Bewegung erschafft erst sowohl (die Idee von) Raum, als auch (die von) Zeit. Ohne Bewegung – keine Zeit. In Bewegungslosigkeit ist auch „Raum“ nicht erforderlich.

Bewegung & Zeit existieren beide
gleichzeitig – oder beide gar nicht.

Das Selbe gilt für Bewegung und Raum: Sie können nicht ohne einander.

Aristoteles: „Jede Bewegung … hat ein Ziel.“

2. Nein – Bewegung hat nicht zwangsläufig ein Ziel. Bewegungen können sich verändern und zum Stillstand kommen und: Ziel setzt Absicht voraus.

Keine Absicht = Kein Ziel.

3. Ohne Bewegung, kein körperliches Leben.

Zeit stehlen?

Es gibt Diebe, die nicht bestraft werden und dem Menschen doch das Kostbarste stehlen: Die Zeit.

Napoleon Bonaparte

Sie sind halt ein Kontroll-Freak, M. Bonaparte. Sie haben Vorstellungen davon, wie etwas sein soll und erwarten von möglichst allen, mit denen Sie es zu tun haben, daß diese gefälligst sofort nach Ihrer Triller-Pfeife tanzen.

Befehl + Gehorsam !
So haben Sie es am liebsten.

Vom rangniederen Soldaten können Sie ihn noch erwarten, auch von den Offizieren, aber dann wird´s schon etwas schwieriger. Denn denen, die mit Ihnen auf Augenhöhe sind, müssen Sie schon anders kommen als mit Druck und Drohung und hier fühlen Sie sich sehr schnell ohnmächtig 😮 und das stinkt Ihnen.

Beratungen brauchen Zeit und zudem bringen alle Beteiligten auch noch ihr Ego mit ins Spiel. Da fühlen Sie sich sehr schnell bestohlen. Aber – vielleicht tröstet Sie das ja ein bißchen – es gibt gar keine Zeit. Sie ist lediglich eine Idee unseres Verstandes, der sich als ein Meister der Linearität zeigt.

Wenn Sie Ihren Blick etwas schärfer fokussieren, können Sie es selber deutlich sehen: Zeit ist – wie alle Hirngespinste – nicht stibitzbar.

Zeit… ist vor Diebstahl sicher, weil es sie gar nicht gibt.
Erfolg… ist ein anderes Hirngespinst.
Macht… ein weiteres.

Ist ein Segel mächtig oder erfolgreich,
weil ein Sturm es zum Reißen bläht ?

Es sind die vermeintlich Mächtigen, die
ihre Ohnmacht am deutlichsten spüren.

Zeit

Ernst Bloch, Zeit, Nirmalo,

Gut beobachtet. 😎

Erstens: Ja, in dieser Dimension, in der Frequenz, in der wir uns hier auf dem Planeten Erde befinden ist alles, was vor dem Bewußtsein stattfindet, also alles, was wir „das Geschehen“ nennen, nur durch unsere Sinne erfahrbar.

Zweitens: Sämtliche Sinne funktionieren ausschließlich über Bewegung. In Stillstand, in Bewegungslosigkeit sind sie tot, funktionslos.

Und das nährt die Idee, es gäbe eine fortschreitende Abfolge von zeitlichen Einheiten. Ansonsten (in Wirklichkeit) gibt es sie nicht.

Zeit ist eine Illusion.

Now_2.jpg

Denke immer daran, daß es nur eine
wichtige Zeit gibt: Heute. Hier. Jetzt.

– Leo Tolstoi

Eine andere Zeit gibt es nicht.
Alles andere sind bloß Ideen.

Aber all diese Vorstellungen von „morgen, übermorgen, gleich, gestern“ haben wir nicht wirklich zur Verfügung: In ihnen können wir nicht leben. Leben können wir nirgends sonst als hier – und zwar jetzt.

Zeit = ist eine Metapher.

Hat man eine Metapher nur oft genug gehört und paßt nicht gut auf, fängt man irgendwann an, ihren Inhalt für wahr zu halten, für real existierend. Dann ist es gar nicht mehr so einfach, zwischen Konstrukt und Realität zu unterscheiden, zumal wir von früh an auf die „Existenz“ der Zeiten (Vergangenheit, Zukunft) konditioniert wurden.

Das kann so weit gehen, daß wir die einzige „Zeit“, die randvoll ist von Wirklichkeit, nämlich die Gegenwart, für illusionär halten, für ein behelfsmäßiges Brücken-Konstrukt zwischen Vergangenheit und Zukunft, indem wir Ziele formulieren.

Ziele werden allesamt in die Zukunft projiziert. Dadurch wird scheinbar bedeutend, was es gar nicht gibt: Die Zukunft.

Die lebendige Gegenwart
wird darüber fast vergessen.

Gerd Z: „Es gibt keine Zeit, Zeit wurde einzig erschaffen um die Logik des Menschen
am laufen zu halten.“

Ja, es gibt keine Zeit.

Und nein, Zeit wurde nicht erschaffen. Es gibt sie nicht.
Alles Wahrzunehmende ist in einem Atemzug enthalten.

Gerd Z: „Einstein beschäftigte sich intensiv mit der Zeit, vergebens, denn er konnte das Wesen der Zeit nicht erkennen.“

Zeit hat kein „Wesen“. Denn es gibt sie gar nicht.

Einstein konnte das nicht sehen. Er beschäftigte sich mit einem Phantom, einer Fata Morgana, einer Illusion.

Das Erste, was die niedere Wissenschaft – die mehr sein will als ein materiell ausgerichtetes Glaubenssystem – leisten muß ist: Realität von Illusion zu unterscheiden.

Daß aber auch das, was wir „Realität“ nennen, ebenfalls bloß eine Illusion ist, können wir als höhere Wissenschaft bezeichnen.

Gerd Z: „Zeit ist ein Kunstgriff der Natur damit nicht alles gleichzeitig passiert“

Genauer gesagt: Es handelt sich hier
um einen Kunstgriff des Verstandes.

Der Verstand arbeitet (unter anderem) ähnlich einem Magier: Er versteht es, Dinge erscheinen zu lassen, die gar nicht da sind und Dinge verschwinden zu lassen, obwohl sie da sind und sogar unmittelbar mit den Augen gesehen werden (könnten) !

Es ist einzig der Verstand, der uns die Illusion von Zeit beschert.
Und dieser macht das ohne unser bewußtes, absichtliches Zutun.

Ja, es ist unser konditionierter Verstand, der „autonom“ entscheidet, was wir sehen und wahrnehmen und… was nicht.

Daß es keine Zeit gibt und das vermeintliche „Wahrnehmen“ von Zeit eine Illusion ist, daß wir uns hier quasi selber etwas vormachen, das bedeutet aber dennoch nicht, daß die Nutzung von Uhr und Kalender in unserem Erdenleben unnütz wären.

Wir können die Illusionen nutzen ― ohne ihnen aufzusitzen. 

Es gibt zwei Tage im Jahr,
an denen man nichts tun kann.
Der eine ist gestern, der andere morgen.

– Dalai Lama –

Eigentum

Alles ist fremdes Gut, nur die Zeit ist unser Eigen.

– Lucius Annaeus Seneca

Eine nette Illusion, denn nicht einmal sie, die Zeit, ist unser Eigen. Die Wahrheit: Real ist nur der Moment. Aber selbst der gehört uns nicht. In ihm geschieht unser Leben.

Zeit, Fremdheit und Eigentum haben keine Realität, sondern sind kollektive Ideen. Haben wir sie nur lange genug gehegt, erscheinen sie uns… beinahe als „wirklich“.

Nichts ist fremdes Gut,
nichts ist unser Eigen.

Und drittens: Selbst unsere Körper… sind nur Leihgaben.

Viertens ist auf der sozialen Ebene, im gesellschaftlichen Umgang miteinander, die Idee von Eigentum selbstverständlich von großem Nutzen! Hier braucht es die Regeln und andere Hilfskonstrukte, sowie auch Uhr und Kalender.

Zweite Seite zu…  Eigentum  📌