Vernetzende Medien

Weil ich wissen wollte, wie das Ding funktioniert, war ich vor Jahren dem Club der Facebook-Nutzer beigetreten.

Aber Nein !
So wie diese Plattform derzeit konstruiert ist, kann ich sie nicht empfehlen.

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Eigentums-Recht auf Daten

Das Eigentums-Recht an persönlichen Daten muß geschaffen und geschützt werden. Was Facebook & Co derzeit praktizieren, ist gesetzlich geschützter Mißbrauch von Eigentum der Menschen.

Die persönliche Daten müssen als EIGENTUM
der Inhaber, also der Menschen, also der User
von Seiten des Staates geschützt sein.

Was die Eigentümer damit anstellen, ob sie ihr Eigentum verschenken, verkaufen, verleihen oder lieber behalten, muß ihnen selbst überlassen bleiben. Aber keinesfalls sollten wir heimlichen Diebstahl ihrer Daten, zum Beispiel von Seiten der digitalen Wirtschaft (oder staatlichen/kommunalen Behörden), zulassen!

Werden persönliche Daten verkauft, ist mit gesetzlicher Unterstützung dafür zu sorgen, daß die Daten-Inhaber zu einem festzulegenden Prozentsatz an jedem Gewinn (oder Umsatz), den die Käufer damit erzielen, in irgend einer Weise beteiligt werden. Sofern die Spanne nicht exakt ermittelt werden kann, kann von unabhängiger Seite eine Schätzung erfolgen.

Es geht hier nicht vorrangig darum, den entsprechenden Betrag an die Nutzer zu zahlen, sondern zunächst darum, den Daten erstens ihren ideellen und zweitens den tatsächlichen monetären Wert beizumessen. Alles Weitere kann verhandelt werden.

 

Das Facebook-Interessen-System

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Am „System Facebook“ sind mindestens fünf verschiedene Gruppen interessiert:

  1. Der Mark Elliot Zuckerberg… an den Einnahmen durch seine Partner, den werbenden Firmen.
  2. Die Werbekunden… an einer möglichst hohen Zahl von Klicks auf ihre Produkt-Seiten.
  3. Die Nutzer… an der freien interaktiven Kommunikation.
  4. Die Sammler (Händler)… an sämtlichen verfügbaren Daten der Nutzer.
  5. Die Manipulateure… an undurchsichtiger Einflußnahme auf das Denken und Verhalten der Nutzer.

Der Akteur ist der Herr Zuckerberg, sein Subjekt der Werbekunde, sein Objekt der User. Der Sammler ist ein weiterer Kunde oder ein Parasit (noch nicht geklärt). Und der Manipulateur ist ein (für die monetären Interessen des Herrn Zuckerberg äußerst nützlicher !) Parasit.

Der Nutzer der Plattform interessiert nicht. Er gibt nur den nützlichen Idioten, der die Gewinn-Spiel-Maschine am Laufen hält. Er ist hier so wichtig, wie das Motoröl für eine wertvolle Maschine wichtig ist: Daß der Daten-Generator wie geschmiert läuft. Ausschließlich in dieser Funktion.

 

Frei WILLIG keit

Facebook ist der erfolgreiche Versuch Herrn Zuckerbergs, seine
Nutzer auf dem geistigen Niveau von Kleinkindern (2) zu binden.

Er hat damit Erfolg – weil
sie es gar nicht bemerken.

Ihm genügt es, wenn sie den „Like“- und den „Teilen“-Button betätigen können und freiwillig noch weitere Objekte einbinden, die sogenannten „Freunde“. – Je mehr, desto lieber. Und das tun sie gerne. Deshalb macht er ihnen diese Funktionen auch so leicht wie möglich. Und die Mädels, die wegen einer „Freundschaft“ anfragen, werden immer jünger. 🙄 Vorhin erst kam eine dringende Mail von Mark Z. an mich an: „Dwi Dwi hat dir eine Freundschaftsanfrage gesendet. Nimm sie an, damit ihr Freundeskreis wächst.“ Fehlt nur noch, daß er anfängt zu drohen. 🙂

Das zeigt, welch große Bedeutung Mark Elliot der Ver B R E I T ung beimißt. Er überläßt nichts dem Zufall oder der Freiheit des Users.

Obwohl es auf den ersten Blick hin vielleicht nicht so ausschaut, hält der Mann die Nutzer in einer Art geistigem Analphabetismus gefangen und konterkariert damit die aufklärerischen Bemühungen eines Herrn Kant und vieler anderer wohlmeinender Menschen.

Er ist darin derart erfolg-REICH, daß sich viele Nutzer gar für „aufgeklärt“ und „bewußt“ halten und zum Teil sogar glauben, mittels Facebook aufklärend wirken zu können. 🤗

Wir
glauben so gerne,
daß wir das, was wir gerne tun,
auch freiwillig, also aus eigenem Antrieb tun.

Sex zum Beispiel: Wir glauben, daß er privat sei und daß wir ihn aus eigener, ganz persönlicher Wahl, aus unserer eigenen Entscheidung heraus, betreiben. Dem ist aber nicht so: Nicht wir haben ein Interesse am Sex, sondern die Natur, die uns mit der Lust lediglich dazu ködert, ihn auch zu vollziehen – wir täten es sonst nicht. Das weiß sie. Sie geht davon aus, daß wir unbewußt sind, ihre Absicht nicht bemerken, also in ihrem Sinne funktionieren und obendrein auch noch glauben, es sei unser eigener Wunsch. Erwiesenermaßen hat sie Erfolg damit.

Die Nutzer von Facebook sind nicht das Klientel des Mark Zuckerberg, wir sind nicht das Subjekt seines Engagements, sondern… das Objekt, der Köder. Wir sind (unfrei-) willige Vergrößerer des Wertes seiner Ware und damit seines monetären Reichtums, aber NICHT sein Partner !

image…wie der Kolibri, der glaubt, der Nektar einer bestimmten Pflanze wäre ein ihm ganz persönlich zugedachter Lustgewinn. Dabei ist die Lust am Nektar bloß der Köder, damit der „dumme“ Vogel durch sein Tun eine bestimmte Pflanzen-Art vermehrt. 😉 Er steht also im Dienst dieser Pflanze – und weiß das vermutlich auch nicht.

Die Facebook-Nutzer sind dem Zuckerberg sein Kolibri.

Wenn also die Facebook-Nutzer das Objekt dieses Mark Elliot sind, wer ist dann sein Subjekt? Das Subjekt des Herrn Zuckerberg, also sein Partner, sind nicht wir, die Nutzer der angebotenen Plattform, sondern seine Werbe-Kunden.

Mit denen ist er auf Augenhöhe  ―  nicht mit uns.

 

Regression

Erste zarte Hinweise auf Geistiges Analphabetentum sind bei Parlaments-Wahlen das primitive „Kreuzchen“ in der Kabine und bei Facebook die nicht minder einfachen „Like“– und „Teilen“-Button.

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Facebook ist eine Maschine, mit der man uns zu geistigen Analphabeten erziehen, bzw. als solche erhalten will. Herr Zuckerberg tut so, als sei sein Objekt, also wir „User“ nicht intelligent und denkfähig, als könnten wir lediglich ein paar wenige Buttons anklicken ― was aber vorzugsweise seinem monetärem Vorteil dient.

Ganz offensichtlich hat der Mann Recht:
Wir sind halt so dumm, wie er uns sieht.

Eine intelligentere, emanzipierte Spezies wird das Spiel durchschauen und – souverän – ihre eigene Plattform gestalten, auf der sie nicht mehr brav als Objekt „den Kolibri macht“, sondern ganz bewußt… selber als Subjekt agiert. 

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Macht des Geldes

Reichtum, der nicht begrenzt wird, ist große Armut.

– Epikur

Den Werbekunden interessieren die Klickzahlen, also ist der Mark Elliot an nichts noch mehr interessiert, als an Klickzahlen. Wie diese zustande kommen, ist ihm (scheint´s) schnurz egal.

Aufgrund meiner Beobachtungen ist anzunehmen, daß der Mann offenbar nicht weiß, wie „Gemeinwohl“ geschrieben wird. Er nimmt die Gefahren für Mensch und Gesellschaft in Kauf, solange er seine Taschen füllen kann.

Da ist ihm jeder Algorithmus recht.

Virale funktionierende obskure Verschwörungstheorien, Hetze, Verleumdungen, Shitstorms, also die gesamte geistige unterste Schublade… vergrößert dem Zuckerberg (über die hohe Klickzahl) den Geldberg was intelligente Gespräche mangels Masse niemals leisten könnten.

Es ist also offen sichtlich, daß der Mann null Interesse daran hat, von sich aus irgendwelche Sperrungen vorzunehmen. Genauso gut könnte man von einem Landwirt erwarten, daß er sich selbst das Wasser abgräbt.

Solange der Mann nicht von irgend einer Seite dazu gezwungen (!) wird, wird er nichts dergleichen tun. Und die Regierungen zeigen sich dafür als viel zu schwach.

Hoffnung in der Not: Es ist sein Subjekt, sein Kunde, der Werbepartner, der ihm gegenüber derzeit die stärkste Macht darstellt: Von dessen Gunst ist er abhängig. Vor ihm… geht er ängstlich in die Knie.

Daß sich wenige Leute – aufgrund mangelnder Einsicht der meisten Menschen in diese Dinge – über Gebühr die Taschen stopfen, ist das Eine.

Daß aber Wenige eine solche MACHT ausüben
können, das sollte keine Gesellschaft zulassen.