Eleganz

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Quelle: https://little-zensations.tumblr.com/

 

Kirschblüten
fallen auf dem Höhepunkt ihrer Schönheit in dieser Welt,
um unsere Herzen zu lehren, frei von Anhaftung zu sein.

– Ōtagaki Rengetsu (1791-1875)

Der edle Mensch

Nichts mehr bedarf eine Nation als einen Überfluß an edlen Männern, die sich dem Allgemeinen widmen.

– Leopold von Ranke

Mit dem Aufkommen der Demokratie („Herrschaft des Volkes“, also der gemeinen Masse) ist der Begriff des „edlen Menschen“ fast völlig aus der Mode gekommen. Wir hängen den Wert „Demos“ dermaßen hoch, daß wir dabei die Werte, die den „edlen Menschen“ ausmachen, komplett übersehen.

Adel = edle Gesinnung.

Adel verpflichtet„. Adelige Herkunft (Erziehung & Bildung) verpflichtet zur Annahme von Verantwortung (tüchtig und tugendhaft) basierend auf der Idee der Aristokratie, also dem Bestreben nach einer auf das Gemeinwohl ausgerichteten Führung der Besten und der Geeignetsten.

Diesen edlen Menschen haben wir scheint´s, zusammen mit der Herrschaft der Aristokratie gleich mit abgeschafft. Das ist fatal! Die darin liegenden Gefahren haben wir (immer noch) nicht erkannt.

Was macht ihn aus, den „edlen Menschen“?

Ganz pauschal würden wir heute den edlen Menschen mit einem „guten Charakter“ beschreiben. Das ist aber nicht wirklich zutreffend. Der edle Mensch weist sich aus durch eine überdurchschnittlich hohe Geistige Reife:

  • Er kann das größere Ganze sehen
  • und Zusammenhänge erkennen.
  • Er hat die Fähigkeit zu Mitgefühl.
  • Die Menschen achtet er unterschiedslos.
  • Verantwortungs-Bewußtsein kennt er,
  • aber nicht nur in Bezug auf „die Seinen“.
  • Das Gemeinwohl-Denken ist bei ihm vorrangig:
  • Das Beste für die Allgemeinheit.
  • Eigenständiges Denken ist ihm vertraut,
  • ebenso wie Intelligenz und Weisheit.
  • Weisheit kommt ohne Wahrhaftigkeit nicht aus.
  • Vornehmheit und Eitelkeit kennt er nicht.
  • Der Wunsch nach Beachtung ist ihm fremd.

Diese Qualitäten wirken auf uns irgendwie exotisch, wir kennen sie fast nur noch aus der Literatur. Statt dessen haben wir uns mit Zuordnungen, wie „Verbraucher“, „Jeder zu seinem Vorteil“ („Geiz ist geil“) und „Kinder an die Macht“ zufrieden gegeben und… damit identifiziert. Selbst in den höchsten und neuralgischen Positionen erwarten wir nichts anderes mehr.

Das ist nicht der Zenit unserer Möglichkeiten. An der Geistigen Reife gespiegelt, ist das gerade mal Kleinkind-Niveau (2).

Wir sollten uns mal wieder auf die wirklichen Werte besinnen und unsere Ansprüche ihnen entsprechend… höher schrauben! Denn das Edle in uns ist nicht gestorben, es ist bloß unter billigem Blech verschüttet.

Reife  📌