Grenzen des Verstehens

Es hört doch jeder nur, was er versteht.

– Johann Wolfgang von Goethe

Wir können nur verstehen,
was wir verstehen können.

Mehr nicht. Vorwürfe aller Art… können daran nichts ändern. Man mag es bedauern oder sogar beklagen, das nützt aber nichts: Was nicht verstanden werden kann, wird nicht verstanden.

  • Erstens haben wir von einander verschiedene Verstände (nicht jeder Verstand kann jede Aufgabe gleich gut lösen).
  • Zweitens befinden wir uns nicht immer zeitgleich auf dem selben Stand der Geistigen Reife.

Wenn z.B. jemand gerade auf der weisen Ebene (6) spricht und ich mich zur selben Zeit im Ego, auf der Kleinkind-Stufe (2) aufhalte, kann ich nicht verstehen. Um verstehen zu können, muß ich die Ebene wechseln und mindestens den Erwachsenen-Modus (4) einschalten – andernfalls…  keine Chance.

Umgekehrt ist es nicht anders: Befinde ich mich im Erwachsenen-Modus (4), der andere besteht aber auf der Baby-Position (1), gibt es ebenfalls keine Möglichkeit, zu verstehen.

Das Größere kann das Kleinere
verstehen, doch nicht vice versa.

Wollen wir Bedeutenderes verstehen, müssen wir uns zu den etwas höheren Bereichen hin öffnen, anders läuft es nun mal nicht. Beispielsweise kann sich Wahrheit gelegentlich (sofern hilfreich) der Logik bedienen – aber nicht umgekehrt.

Die Logik ist ein nur sehr kleines, für einfache Aufgaben nützliches Hilfskonstrukt; Wesentliches aber… ist durch ihre Nutzung nicht zu begreifen.

Reife  📌

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